Schön, dass Du da bist!

mein Herzenswunsch ist: innere Ruhe.
Ich habe allerdings immer gedacht, dass ich das erst bekomme, wenn… (ich umgezogen bin, einen neuen Job habe…)
Mittlerweile habe ich verstanden, dass diese innere Ruhe eine permanente Konstante in mir ist – es liegt allerdings an mir, ob ich in Verbindung mit ihr bin. Innere Ruhe ist jedenfalls nicht gekoppelt an irgendetwas. Ich habe immer gedacht, dass Liebe, Ruhe, Frieden auch Emotionen sind – also, dass sie kommen und gehen. Tun sie aber nicht. Es sind in Wahrheit unsere Seinszustände. Wir hetzen uns jetzt ab, um sie in der Zukunft zu fühlen und vergessen dabei, dass sie schon da sind. Der einzige Moment, in dem Du in Frieden, Glückseligkeit, Ruhe oder Zufriedenheit sein kannst, ist jetzt.
Ich verliere mich selbst immer wieder im Tun, vergesse zu atmen oder zu essen. Aber mittlerweile gelingt es mir besser, mich zu ertappen und dann neu zu entscheiden und meine Ruhe wieder zu meiner Priorität zu machen. Und das ist ein Prozess.

Wir wünschen uns externe Dinge wie: einen neuen Job, einen (neuen) Partner, endlich zu heiraten, Kinder zu bekommen, mehr Zeit zu haben, Liebe zu fühlen, kreativer zu werden…

All diese Dinge wünschen wir uns, um einen dahinter liegenden Wunsch zu erfüllen wie: Liebe, Freiheit, glücklich Sein, innere Ruhe, Mut, Freude…
Wir tendieren dazu, das WAS wir uns wünschen an ein WIE zu kopplen. Dieses WIE ist meist extern. Also „Erst wenn ich ein Baby habe, bin ich glücklicher“, „Erst wenn ich einen neuen Job habe, werde ich erfüllt sein.“ Die Kunst ist es, zu erkennen, dass Liebe, Frieden, Ruhe und Zufriedenheit bereits in uns wohnen, das „WIE“ loszulassen und uns wieder auf das „WAS“ konzentrieren. Uns zu öffnen für unseren Weg, den wir heute noch nicht kennen.

Und versteh mich nicht falsch: Es kann super sein, den Job, die Stadt oder den Partner zu wechseln, ein Baby zu bekommen oder zu heiraten. Keine Zweifel. Wenn Du etwas verändern willst – go for it! Aber Dein Glück, Dein Wert, Deine Liebe oder Deine Freiheit ist nicht daran gekoppelt.
Das ist ein großer Teil meiner Arbeit mit meinen Klienten diesen Herzenswunsch zu priorisieren. Das geht u.a. mit Meditation. Und Meditation ist kein erleuchteter Zustand, in dem wir nicht denken. Meditation ist einfach Training für unser Bewusstsein, um wieder zu lernen, unseren Verstand zu nutzen und nicht länger von unserem Verstand benutzt zu werden.

Frage Nummer dreizehn ist heute eine Folgefrage, die mein Leben maßgeblich beeinflusst hat:
Wie viel Zeit Deines Tages widmest Du der Erfüllung Deines Herzenswunsches?

Und jetzt rede ich natürlich von dem dahinter liegenden Herzenswunsch (in meinem Fall innere Ruhe). Zumindest für mich war es erschreckend wenig Zeit. Es ging eher gegen Null, weil ich die ganze Zeit gehetzt gerannt bin, um später Ruhe fühlen zu können.

Wenn ich meinen Wunsch nicht zu einer Priorität, sogar zu einer Notwendigkeit mache, macht es kein anderer für mich. Wenn ich nicht jeden Tag meditiere, vernachlässige ich meinen Wunsch nach innerer Ruhe und gebe mir selbst einfach keine Priorität.

Das war jetzt ein kleiner Exkurs zu meinem Lieblingsthema Selbstverantwortung. Das ist mir nämlich wichtig. Alle großen Veränderungen in meinem Leben sind der Selbstverantwortung entsprungen. 🙂

Frage Nummer dreizehn:
Wie viel Zeit Deines Tages widmest Du der Erfüllung Deines Herzenswunsches?

Ich freue mich auf Deine Antwort!
Liebe
Nora